U18-WM schon nach der Quali zu Ende
Mittwoch, 8. Juli 2009 20:51
Kimberly Jeß (LG Rendsburg/Büdelsdorf) und die U18-Weltmeisterschaften werden keine Freunde mehr. War die Hochspringerin schon vor zwei Jahren in Ostrava (Tschechien) als Medaillenkandidatin gestartet, belegte die damals erst 15-Jährige im Finale „nur” Rang acht. Am Mittwochabend scheiterte die amtierende Junioren-Weltmeisterin in Brixen (Italien) bei ihrem zweiten U18-WM-Start bereits in der Qualifikation.
Für den Einzug ins Finale wären unter den 33 Starterinnen 1,77 Meter nötig gewesen. An dieser Höhe scheiterte die Norddeutsche allerdings dreimal, nachdem sie 1,74 Meter noch im ersten Versuch genommen hatte. Die Bestleistung der 17-Jährigen liegt im Freien bei 1,90 Metern, ihre Jahresbestleistung aber nur bei 1,80 Metern. Dass die Schülerin in diesem Sommer ihrer Form noch „hinterherspringt”, hat seine Ursache in einer Fußverletzung. Schon bei ihrem zweiten Wettkampf Anfang Mai knickte Jeß beim Warmmachen um und Riss sich ein Band im Knöchel. Außerdem splitterten Teile des Knochens ab, sodass für sechs Wochen nicht an Wettkämpfe zu denken war.
Trotzdem hatte Jeß vor der WM mit einer Höhe jenseits der 1,80 Meter gerechnet. „Die letzten Trainingseinheiten liefen gut, und ich habe keine Schmerzen mehr”, hatte die Schülerin bei der Vorbereitung in Brixen gesagt. Besser lief es in der Qualifikation für Alessia Trost. Die 16-jährige alte Italienerin war mit 1,88 Metern nach Jeß mit dem zweitbesten Hausrekord nach Südtirol gereist. Nach 1,80 Metern in der Qualifikation könnte Trost nun am Freitag im Hochsprung-Fanale für einen Heimsieg sorgen.
Thema: News | Kommentare (0) | Autor: mbn